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Highlight - Gottesdienst mit Bezirksapostel Ehrich

Grundlage dieses besonderen Gottesdienstes am Sonntagvormittag in Halle 4 war das Bibelwort aus Epheser 4, Vers 15: "Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus."

Bevor unser Bezirksapostel aber näher auf dieses Bibelwort einging, zitierte er aus Matthäus 24, Vers 12: "Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten." Sehen wir dieses Wort nicht heute schon erfüllt?!", so Bezirksapostel Michael Ehrich zu Beginn seines Dienens.

Dabei ging er auf die ungerechte Lebenssituation unterschiedlicher Menschen ein. "Not ist menschengemacht!", betonte der Bezirksapostel. So stellte er zum Beispiel gegenüber, dass weltweit Lebensmittel für 10 bis 12 Milliarden Menschen produziert werden, aber nur 7 Milliarden Menschen derzeit auf dieser Welt leben. Somit müsste theoretisch niemand Hunger leiden. Dennoch stünden Hunderttausende vor dem Hungertod. Der Grund – Kriege, Hilfskonvois würden nicht durchgelassen; dann eiskaltes, politisches Kalkül, Spekulationen am Finanzmarkt usw.

Anschließend wies der Bezirksapostel auf das Doppelgebot der Liebe hin: „Du sollst deinen Gott lieben von ganzem Herzen und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Wenn sich jeder aufrichtig bemühen würde, dieses Gebot zu erfüllen, sähe es anders aus, so unser Bezirksapostel.

"Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus." Paulus sagte dies damals in Bezug auf die Verhältnisse in Ephesus, erklärte Bezirksapostel Ehrich. Paulus warnte damals die Gemeinde von Ephesus  davor, sich von einem jeden Wind – also Geist – umhertreiben zu lassen. Stattdessen forderte er Mündigkeit und Standfestigkeit. Das fordere Jesus auch von uns heute, so Bezirksapostel Michael Ehrich. Und er nannte unter anderem einen wesentlichen Aspekt – den Glauben an Jesus Christus und das Evangelium. Dabei betonte er:

Jesus erwarte eine klare Entscheidung von uns. „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich“, zitierte unser Bezirksapostel. Letztlich jedoch gebe es keinen Beweis für oder gegen Gott oder Jesus. „Wo Liebe und Wahrheit ist, da ist der Herr!“ so Bezirksapostel Ehrich. Je wahrhaftiger wir in der Liebe seien, umso ähnlicher würden wir Jesus.

Im Weiteren führte er aus, was genau das bedeutet. Nämlich - niemanden auszugrenzen! Den anderen in seinem Anderssein zu verstehen. Sich bewusst zu sein, alle Menschen sind von Gott geliebt. Schließlich griff unser Bezirksapostel den Gedanken des „Brückenbauens“ noch einmal auf.

Damit gehe einher, für andere offen zu sein, im anderen das Gute zu sehen und vergebungsbereit zu sein.

Neben Liebe und Wahrheit nannte der Bezirksapostel weitere Wesenszüge Jesu. Jesus habe in Versuchungen widerstanden, habe Frieden gestiftet, persönliche Interessen zurückgestellt, sei dienst- und opferbereit gewesen. Er habe viele hohe Gaben gehabt, aber immer auf seinen Vater verwiesen. In diesem Zusammenhang appellierte Bezirksapostel Ehrich an die Jugend:

Apostel Helge Mutschler griff noch einmal die Liebe auf. Jeder trage Liebe in sich. Sie sei mit der Gabe des Heiligen Geistes in uns hineingelegt, betonte er. Sie werde in jedem Gottesdienst genährt – im Gebet und ganz besonders im Heiligen Abendmahl.

Weiter rief er dazu auf, in Zeiten der Kälte, der Rücksichtslosigkeit, der Ausbeutung und der Ungerechtigkeit Botschafter der Liebe zu sein. „Es kommt auf dich an, dass du ernst machst mit der Liebe!“ sagte Apostel Mutschler und gab ein ganz praktisches Beispiel.

„Das Erreichen der Liebe ist wie bei einer Treppe,“ begann Apostel Jeannot Leibfried seine Predigt. Man beginne unten und versuche, nach oben zu laufen. Die letzte Stufe sei die Liebe Gottes, so der Apostel. Liebe sei eine Gabe, wie ein Talent, fuhr er fort.

„Diese Liebe Gottes ist in jedem von uns, diese Liebe soll wachsen!“ bekräftigte Bischof Schönenborn noch einmal. Und er führte weiter aus:

„Die Liebe Gottes zeigt sich im Segen,“ so Bischof Schönenborn. Das sehe nicht immer so aus, wie wir uns das vorstellten, aber es sei immer so, wie wir es brauchten, schloss der Bischof.