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Apostelbereich Freiburg/Tübingen

Bereits früh ab 9:00 Uhr kamen die rund 900 Jugendtagsteilnehmer zusammen und starteten mit einer Chorprobe und einem emotionalen Einstieg in den Jugendtag. Der emotionale Einstieg griff das Motto „Immer erreichbar – auch ohne Empfang“ auf und stellte den kommenden Gottesdienst als „Update für die Seele“ dar.

„Es tut gut, wenn wir uns den Reichtum bewusst machen, den wir heute erleben: Wir sind eine große Gemeinde, viele beten für uns, damit wir heute ein persönliches Erleben haben dürfen und das Interesse Gottes an uns ist eindeutig und unverändert. Ich wünsche euch, dass euch dieser Tag mehr Mut gibt, damit die Differenz zwischen dem Alltag und unserer Freude auf unser Glaubensziel ein Stück kleiner wird“, sagte Apostel Martin Schnaufer zu Beginn des Gottesdienstes.

 
 

Er legte dem Gottesdienst das Wort aus Matthäus 28, 20 zugrunde: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Diese Worte beschrieben eine Facette des Wesens Jesu. „Gott ist da, er liebt dich so wie du bist, er ist immer erreichbar. Die Verbindung zu ihm ist unabhängig von äußeren Umständen“, so der Apostel.

„Die Verbindung zu Jesu ist die Grundlage für die Arbeit der Apostel“, machte Apostel Schnaufer deutlich. Ohne ihn könnten sie nichts tun. Apostel hätten den Auftrag, Jesu Wirken und den Gedanken an seine Wiederkunft zur Heimholung der Braut lebendig zu halten.

Den Jugendlichen gab er die Aufgabe mit, die Verbindung mit Jesu zu halten. „Wir wollen daran arbeiten, dass Jesus groß bleibt – in jeder einzelnen Gemeinde. Verbindung ist immer ein Dialog. Stelle deshalb sicher, dass Jesus dein Leben erfüllt und bei dir ist. Suche die Orientierung an Jesu“, rief Apostel Schnaufer auf. Das bedeute:

-    zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten (vgl. Matthäus 6, 33),
-    Jesus im eigenen Verhalten erkennbar zu machen
-    und den Gedanken „Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.“ (Psalm 139) im Herzen zu tragen.

„Immer erreichbar zu sein, beruht auf Gegenseitigkeit“, betonte Apostel Schnaufer. Jesus sei immer erreichbar, er wolle auch uns erreichen. „Bist auch du erreichbar für Gottes Worte?“, fragte Apostel Schnaufer in diesem Zusammenhang die Jugendlichen. Jesus habe zu seiner Zeit auf dieser Erde darunter gelitten, wenn sich Menschen seinem Werben entzogen hätten. Bei Jesus gebe es keinen Zwang, er werbe um die Verbindung zu ihm.

Eindringlich wandte sich Apostel Martin Schnaufer auch an die anwesenden Amtsträger, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer: „Sind wir für die Jugendlichen erreichbar? Jeder Jugendliche soll spüren dürfen, dass wir echtes Interesse an ihm haben und für ihn da sind“, so der Apostel. Und auch die Jugendlichen sollten für die Jugendbetreuer erreichbar sein. Dazu gehöre, innerlich erreichbar zu bleiben, eine Gemeinschaft zu bilden, die für alle da sei und für die Wiederkunft Jesu offen zu sein.

Zum Schluss gab Apostel Martin Schnaufer den Jugendlichen den Rat, über ihre Motive nachzudenken: „Unsere Entscheidung für eine Verbindung mit Jesu soll aus Liebe getroffen werden. Immer ein Stückchen mehr Jesus Christus, das möge uns gelingen.“

Zur Wortverkündigung rief Apostel Schnaufer vier weitere Amtsträger auf.

Einer von ihnen bekannte offen, dass das Wort „Siehe ich bin bei euch alle Tage“ sein Leben in der vergangenen Zeit geprägt habe. „Nichts lief, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber ich habe mich an den Rat unseres Apostels gehalten, den Glauben zu haben, dass Gott eine Tür aufmachen wird, dran zu bleiben und mich nicht beirren zu lassen.“

Ein weiterer wies darauf hin, dass man manchmal das Smartphone ausschalten und neu starten müsse, wenn man keinen Empfang habe. „Manchmal muss man offline gehen, um empfangsbereit zu sein. Jeder Gottesdienst ist eine Chance, um eine Stunde offline zu gehen, um für das Wirken des Heiligen Geistes empfangsbereit zu sein“, so der Amtsträger.

Bezirksevangelist Jochen Hübner machte den Jugendlichen bewusst, wie viele Erwartungen in einen Jugendtag gelegt würden, wenn jeder der Jugendlichen nur eine Frage oder einen Wunsch hätte. Aber mit dem Wort „Ich bin bei euch alle Tage“ seien alle Fragen beantwortet.

Bischof Urs Heiniger führte aus der Bibel die Begebenheit an, als der Prophet Jona erst vor Gott flüchtete, letztendlich aber doch den Menschen den Willen Gottes verkündigt habe. „Jona wollte gar keine Nähe, aber Gott war da. Auch du sollst weitertragen: Jesus ist nah!“, sagte Bischof Heiniger.

Im Anschluss an den Gottesdienst befeuerte der IJT-Botschafter der NAK Süddeutschland, Simon Züfle, die Vorfreude auf den Internationalen Jugendtag 2019: „Ich will deine Vorfreude auf den IJT wecken und stärken!“

Das Nachmittagsprogramm startete mit einem Vortrag des Motivationstrainers Torsten Will. Torsten Will ist Erfolgstrainer und Speaker. Mehr als eine halbe Million Unternehmerinnen und Unternehmer nahmen schon weltweit an Veranstaltungen mit Torsten Will teil. „Kirche braucht keinen Motivationstrainer – aber ihre Mitglieder“, sagte Torsten Will. Deshalb gab er den Zuhörern zum Beispiel den Rat, den Kopf hoch zu nehmen und sich und andere Menschen anzulächeln. „Erreichbar zu sein bedeutet auch, sich seiner Stärken bewusst zu sein“, erklärte Torsten Will bezugnehmend auf das Motto des Jugendtags.

Hoch motiviert gingen die Jugendlichen dann ins weitere Nachmittagsprogramm, das vielfältig und kurzweilig war. Angefangen von einem Praise-and-Worship-Workshop, einer Gebetswand oder einer Bibelarbeit zum Heiligen Abendmahl über sportliche Aktivitäten wie Zumba bis hin zu persönlichen Begegnungen bei einem Meeting-Point für Jugendliche mit und ohne Handicap, einer Cocktailbar und einer Fotobox war für jeden etwas dabei.